Über das Projekt „Von Perlen zu dir“

Das therapeutische Perlen-Set „Von Perlen zu dir“ greift die Idee auf, persönliche Erfahrungen mit Perlen darzustellen. Eine Perle kann dabei für ein Lebensereignis stehen; durch das Auswählen und Anordnen entsteht eine persönliche Geschichte. Die amerikanische Kunsttherapeutin Lisa Kay hat das Arbeiten mit Perlen im Rahmen ihrer Forschung beschrieben. Unser Projekt macht dafür eine vielfältige Auswahl handgefertigter Perlen zugänglich.

„Von Perlen zu dir“ richtet sich an Fachkräfte in helfenden Berufen, die mit Symbolen und kreativen Ausdrucksformen arbeiten. Das Perlen-Set bietet ihnen konkrete Gegenstände für die therapeutische Arbeit und das Monodrama.


Wie lässt sich das Perlen-Set einsetzen?

Du kannst die Perlen auswählen, anordnen und auffädeln. Dabei entsteht eine sichtbare Darstellung dessen, was du mit ihnen verbindest. So lässt sich eine persönliche Geschichte auch ohne Worte ausdrücken.

In der fachlich begleiteten Arbeit können passende Impulse den Einstieg erleichtern, zum Beispiel:
„Welche Perlen stehen für Stationen deines Lebenswegs?“
„Wie würdest du den Verlauf einer Schwangerschaft mit Perlen darstellen?“
„Welche Perlen stehen für deinen Weg zu mehr Eigenständigkeit gegenüber deiner Familie?“

Du kannst die Perlen auch ohne Auffädeln verwenden. Die kleinen Gegenstände lassen sich in die Hand nehmen, anordnen, gruppieren und neu zusammenstellen. So werden persönliche Themen sowohl sichtbar als auch ertastbar.

Die Perlen lassen sich auch außerhalb eines therapeutischen Rahmens für kreative Gestaltung und persönliche Reflexion verwenden. Du entscheidest, welche Bedeutung du ihnen gibst und ob du sie auffädeln oder frei anordnen möchtest.


Der fachliche Hintergrund

In der Kunsttherapie können künstlerische Tätigkeiten einen Zugang zum persönlichen Erleben eröffnen. Was dabei sichtbar wird und wie damit gearbeitet wird, hängt von der Person, dem Rahmen und der fachlichen Begleitung ab.

Bei projektiven Ansätzen werden offene, mehrdeutige Anregungen verwendet. Vereinfacht lässt sich zwischen dem eigenen Gestalten und dem Betrachten vorgegebener Formen unterscheiden:

  • Aktives Gestalten: Eine Person formt selbst etwas, beispielsweise einen Gegenstand aus Ton.
  • Betrachten vorgegebener Formen: Eine Person reagiert auf eine bereits vorhandene Darstellung. Ein bekanntes Beispiel aus einem anderen fachlichen Zusammenhang ist der Rorschach-Test mit seinen Tintenklecksbildern.

Beim Betrachten und Gestalten können persönliche Assoziationen entstehen. Welche Bedeutung ein Gegenstand für eine Person hat, lässt sich nicht allein aus seiner Form oder Farbe ableiten.


Perlen als Ausgangspunkt für persönliche Geschichten

Beim Arbeiten mit Perlen stehen das Auswählen, Gestalten und persönliche Zuordnen im Mittelpunkt. Die Perlen bieten dabei unterschiedliche Anregungen:

  • Formen, Farben, Größen und Gewichte können eigene Erinnerungen und Assoziationen ansprechen.
  • Durch das Auffädeln entsteht eine Reihenfolge, mit der sich ein Lebensweg oder einzelne Ereignisse darstellen lassen.
  • Ohne Faden können die Perlen beispielsweise für Beziehungen, einzelne Personen oder Gefühle stehen. Ihre Anordnung lässt sich jederzeit verändern.

Das therapeutische Perlen-Set „Von Perlen zu dir“ bietet damit vielfältige Möglichkeiten für kreative Gestaltung, persönliche Reflexion und fachlich begleitete Arbeit.